Handlungsfelder, Ziele und Einzelvorhaben

Handlungsfeld 1 - Nachwuchs sichern

Im Rahmen einer Strategie zur Fachkräftesicherung kommt der jungen Generation eine zentrale Rolle zu, denn die Gesellschaft kann es sich nicht leisten, auf die Fachkräfte von morgen zu verzichten. Dementsprechend liegst es im Interesse aller, dass es den Jugendlichen gelingt, ihre Potentiale auszuschöpfen.

Dies ist umso wichtiger, weil gerade in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren überdurchschnittlich viele Beschäftigte altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Partner sind sich daher einig, dass es von großer Bedeutung ist, bereits heute für den Fachkräftebedarf der nahen Zukunft auszubilden.

Sie wollen deshalb mit den vereinbarten Zielen und Maßnahmen die Voraussetzungen dafür verbessern, dass jeder Mensch einen berufsqualifizierenden Abschluss erwerben kann, der zu ihm passt, den Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht und Beschäftigungsmöglichkeiten sichert. Dies soll ohne Brüche geschehen.

Die Übergänge zwischen Schule, Ausbildung und Studium sind fließend. Daher verstehen die Partner die nachfolgenden Einzelziele als ineinandergreifende Bausteine und berücksichtigen dies auch bei deren Umsetzung.

 

Ziel 1: Chancen für erfolgreiche Ausbildung und erfolgreiches Studium erhöhen

Ziel 2: Duale Ausbildung stärken

Ziel 3: Duale Ausbildung attraktiver machen

Ziel 4: Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss senken

Ziel 5: Reduzierung und Koordinierung des Übergangsbereichs

Ziel 6: Mehr Hilfe aus einer Hand

Ziel 7: Studien- und Ausbildungsabbrüche reduzieren

Ziel 8: Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter verbessern

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den Zielen im Einzelnen.

Handlungsfeld 2 - Potentiale nutzen

Viele Menschen im erwerbsfähigen Alter haben aus unterschiedlichen Gründen keinen oder keinen ausreichenden Zugang zum Arbeitsmarkt. Dies betrifft Menschen ohne formale oder mit geringer Qualifikation, menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Personen, die aufgrund ihres Rechtsstatus, zum Beispiel als Flüchtlinge, nicht arbeiten dürfen.

Auch andere Personengruppen, dazu zählen insbesondere Frauen, können ihr Potential als Fachkräfte nicht voll ausschöpfen. Oftmals steht dies im Zusammenhang mit bestimmten Lebensphasen, wie etwa der Gründung einer Familie, dem anschließenden Wiedereinstieg ins Berufsleben oder der Pflege und Betreuung von Angehörigen.

Um den Künfitigen Fachkräftebedarf sichern zu können, kann auf diese Personen nicht verzichtet werden. Die Partner sind sich daher einig, dass hier gezielte, zur jeweiligen Lebenssituation passende Unterstützungen nötig sind, um diesen menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern beziehungsweise ihre Erwerbsbeteiligung zu erhöhen.

Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf ältere Beschäftigte, auf deren Kompetenzen und Erfahrungen nicht verzichtet werden kann. Die Partner stimmen daher darin überein, dass es zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs unerlässlich ist, die Beschäftigungsquote der Älteren durch attraktive Angebote deutlich anzuheben.

Zur Erschließung weiterer Potentiale können auch Fachkräfte aus dem Ausland angeworben werden. Diese Anwerbung ist zu begrüßen, allerdings müssen entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit ausländische Fachkräfte nicht nur nach Rheinland-Pfalz kommen, sondern sich hier auch willkommen fühlen und in die Gesellschaft integriert werden.

 

Ziel 9: Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern

Ziel 10: Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen

Ziel 11: Steigerung der Erwerbsbeteilligung Älterer

Ziel 12: Anzahl der erwerbslosen Menschen reduzieren

Ziel 13: Erleichterung des Zuzugs von Fachkräften und Etablierung einer Willkommenskultur

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den Zielen im Einzelnen.

Handlungsfeld 3 - Kompetenzen erhalten und ausbauen

Um den künftigen Fachkräftebedarf decken zu können, müssen nicht nur neue Fachkräfte hinzugewonnen, sondern auch die Kompetenzen der bereits vorhandenen gesichert werden. Es muss daher ein vordringliches Ziel sein, die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Erwerbstätigken im Land sowohl im Hinblick auf ihre physischen und psychischen Voraussetzungen als auch auf ihre Qualifikationen über das gesamte Erwerbsleben hinweg zu erhalten und auszubauen.

In diesem Zusammenhang sind vor allem zwei Entwicklungen zu berücksichtigen, die die Erreichnung dieses Ziels zu einer besonderen Herausforderung machen: Zum einen resultiert aus der Globalisierung und dem rasch voranschreitenden technologischen Fortschritt in der Arbeitswelt ein wachsender Anpassungsbedarf. Dies gilt mit Blick auf die Qualifikationen der Erwerbstätigen, aber auch hinsichtlich der Art und Weise, wie Arbeitsplätze ausgestaltet sind. Zum anderen steigt das Durchschnittsalter der Erwerbsbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten deutlich an. Höhere Anforderungen treffen somit auf durchschnittlich ältere Beschäftigte.

Die Partner stimmen daher darin überein, dass es gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um dazu beizutragen, dass Menschen gesund und qualifiziert bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten können.

 

Ziel 14: Weiterbildungsbeteiligung erhöhen

Ziel 15: Weiterbildungsberatung und -förderung optimieren

Ziel 16: Gesundheitsmanagement als selbstverständlicher Teil der Arbeitswelt

Ziel 17: Die Partner gestalten den demografischen Wandel gemeinsam

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den Zielen im Einzelnen.

Handlungsfeld 4 - Attraktivität von Unternehmen für Fachkräfte steigern

Im Rahmen einer Strategie zur Fachkräftesicherung kommt den Unternehmen als Arbeitgeber eine bedeutende Rolle zu. Um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, müssen gerade kleine und mittlere Unternehmen als Arbeitgeber interessante Angebote unterbreiten können. Hierbei sind Arbeitgeber mit bekannten Produktmarken und an Standorten mit gut ausgebauter Infrastruktur oder hohem individuellem Freizeitwert im Vorteil.

Ziel muss es aber sein, alle Unternehmen in die lage zu versetzen, in ihrer Rolle als Arbeitgeber auf die Interessen und Bedürfnisse ihrer Beschäftigten einzugehen, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und als solcher wahrgenommen zu werden.

Die Partner streben an, dass vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Bedeutung der Arbeitgeberattraktivität bis hin zur Entwicklung einer Arbeitgebermarke kennen und entsprechende Strategien entwickeln. Die Partner leisten hierzu ihre Beiträge und tragen auch Sorge dafür, dass hemmend wirkende Rahmenbedingungen abgebaut werden.

Integraler Bestandteil einer attraktiven Unternehmenskultur ist eine Lebensphasenorientierte Personalpolitik. Dies beinhaltet auch die Wertschätzung der Vielfalt der Beschäftigten. Ziel der Partner ist es, Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen, die es deren Beschäftigen erlauben, ihre Motivation, Qualifikation und Gesundheit über alle Lebens- und Berufsphasen hinweg in Einklang zu bringen.

Die Attraktivität ds Unternehmensstandorts und der umgebenden Region als wichtige Faktoren für die Attraktivität eines Arbeitgebers sind in der Regel nicht durch ein einzelnes Unternehmen veränderbar. Vielmehr bedarf es einer Kooperation mit anderen Betrieben und Akteuren, um regionale Rahmenbedingungen entsprechend zu verbessern.

Die Partner sind sich daher bewusst, dass sie gemeinsam Verantortung für die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten tragen. Ziel der Partner ist es, dass es in Rheinland-Pfalz etablierte Netzwerke gibt, in denen Aktivitäten hierfür koordiniert werden.

 

Ziel 18: Attraktikvität von Unternehmen für Fachkräfte steigern

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den Zielen im Einzelnen.

Mehr Informationen

© Screenshot Landesstrategie

Sie können die Fachkräftebroschüre als PDF-Dokument herunterladen. Eine Liste mit den Einzelvorhaben steht ebenfalls zum Download bereit.